Die gefallenen Helden

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Die gefallenen Helden

#1

Beitrag von TnD-Team » 18. Februar 2021 00:05

In den Abenteuern und Schlachten die geschlagen werden kann es sein dass manche ehrenvollen Helden und Heldinnen ihr Leben lassen. Hier ehren wir diese mit unseren Gedanken und Liedern.

Fühlt euch frei hier Abschied zu nehmen von jenen die nicht mehr sind.

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Robert
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Re: Die gefallenen Helden

#2

Beitrag von Robert » 18. Februar 2021 00:26

Solis Oriens reist mit dem Leichnam Bremers zurück nach Baldurs Tor.
Zu seiner Beerdigung berichtet er vom Tode dieses Mannes aus dem einfachen Volk, aus dieser Stadt.
"Bremer wurde seit seiner Geburt von Unglück verfolgt. Doch sein Pfad führte ihn ins Licht. Seine Taten haben die Welt bereichert. Er reiste vom eisigen Eiswindtal bis in das ferne Chult. Er hat viele Leben gerettet, doch letzten Endes führte ihn sein Weg in den Heldentod. Der Kampf gegen die Bedrohung des Lohkas führte ihn bis vor dessen Festungs Pforte. Er stand beim Kampf gegen einen Nachtwandler und gab sein Leben. Als ich seine Seele ein letztes mal rufen konnte, hatte er nur einen Wunsch!
"Rette die Welt"

Und so ging er ohne zaudern... ohne Blick zurück, in die Finsternis. Lernen wir aus seinem Beispiel. Von diesem mann aus der ärmsten Gegend hier. Es kommt nicht auf deine Herkunft an! Was zählt, ist dein Wille, und was du werden willst.
Vernehmet mein Versprechen. Ich werde nicht ruhen, bis ich seine Seele befreit habe."


Das Grab des Bremer Dan Gorst ist in Baldurs Tor angelegt, am Friedhof Kelemvors.
Der Boden des Grabes, sozusagen zu Füßen des Bremer, seine Vergangenheit bildet eine bepflanzte Steinfläche aus rotem Marmor. Darauf wird in Vertiefungen Schneewittchen gepflanzt, welche in der Nacht blühen.
Vor dem Grabsteine ist eine Offene Fläche in der aus Bergkristall eine Schwertförmige Flamme nachgebildet ist. Im Knauf ist eine Tür eingebracht in der eine ewige Flamme eingearbeitet wurde die in silbrig blauem Licht scheint. Des Tages wird jene Flamme ausgetauscht um gegen eine goldene Version ausgetauscht zu werden.
Vor dem Kristallenen Denkmal der Hoffnung sitzt ein schneeweisser Grabstein, in dem zur rechten Seite ein schwarzer Engelsflügel, zur linken ein weißer Engelsflügel ein Bildnis des Bremer umhüllt. Fordernd, doch behütend scheinen die Flügel ihn halten zu wollen, jedoch scheint Bremer in die Freiheit zu gehen, Das Gesicht entschlossen, friedvoll, in die Finsternis.
Von den Spitzen der Federn der Engelsflügel hängt an schwarzen Ketten mittig ein schwarzer Stein in dem in weißen, das Licht reflektierenden Lettern eingelassen ist…:

Hier ruht Bremer dan Ghorst, der das letzte Opfer gebracht.
Entschlossenen Blickes starrte er dem Tod entgegen, ins Gesicht zum Trotz gelacht.
Armut und Unglück definierte seine Vergangenheit.
Seine letzter Wille geprägt von Klarheit:
„Tragt meinen Willen weiter, rette die Welt!“



Lange Zeit später

Beladen mit der leblosen Asche einer toten Welt kehrt ein erschöpfter Priester wie so oft an jenes Grab zurück. Es ist lange her, dass jenes Grab ohne Körper zugeschüttet wurde.
Es regnet wieder. Grau und schwarz blättert die Asche hinab und hinterlässt schmieren am gepflegten Boden.
Der Priester fällt ein letztes Mal vor dem Grab auf die Knie. mit ihm scheppert eine zermalmte Laterne auf den Boden. Es hallt durch die ehernen Gefilde des Friedhofs. "Wir haben es vollbracht. Eines dieser Wesen wurde dem ewigen Tot übergeben, Bremer. Wir hätten beinahe versagt. ich selbst war nichts anderes als eine Art Magnet all der Blitzzauber dieses Monsters. Ich denke... ich habe nicht ganz meinen Teil leisten können... "
Der Priester schweigt wieder. Er sieht in den nächtlichen Himmel hinauf. Der Morgen naht.
Das silberne Licht erhellt das Gesicht. Ein Lächeln streicht über die Lippen des Priesters als er zu seinem Herrn betet, ein letztes mal um die Seele jenes Recken.
Ein Licht erhellt das Grab und vor dem geistigen Auge des Priesters wird der verlorenen Seele eine hand aus Licht gereicht. zieht sie aus dem moorigen undurchblickbaren Schwarz der negativen Ebene hinaus.
"Ruhe in Frieden,... du hast ihn dir verdient."
Zuletzt geändert von Robert am 28. Januar 2022 13:44, insgesamt 1-mal geändert.
Alles was wir bewerten geschieht aus einer Perspektive. Für die einen ist es ein Held, ein Ideal, für die anderen ein Mörder ihrer meist geliebten, der all ihre Hoffnungen zunichtemachte.
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Re: Die gefallenen Helden

#3

Beitrag von Maddie » 1. April 2021 17:06

Lieber Sergei,

gerade bin ich dem Underdark entflohen; der Ort, den du so gut kanntest. Ich wünschte, du wärst bei mir gewesen... Freiwillig war ich jedoch nicht hier unten! Meine Freunde und ich wurden gegen unseren Willen entführt und es wurden uns all unsere Habseligkeiten geraubt. Als dies geschah, wurde mir erst wahrhaftig bewusst, dass ich weder meine Instrumente oder mein Gold noch den Rest meiner Ausrüstung vermisste. Diese Dinge sind leicht wieder zu ersetzen.

Das Einzige, was ich unbedingt zurückhaben musste, war dein Armband… Das Einzige, was mir von dir geblieben ist.

Ich weiß nicht, woran es liegt, dass du mir so viel bedeutest – wir haben uns nur so kurz gekannt. Ich habe so ein Gefühl noch nie empfunden und seither auch nie wieder bei jemand anderem. Ich hätte dich so gerne besser kennengelernt... Vielleicht war es die Art, wie du mir in die Augen sahst. Oder es war deine Fähigkeit mir Raum zu geben und mir dennoch gleichzeitig Grenzen zu setzen… Dies erreichen ansonsten nur meine Brüder; Du erinnerst mich besonders an meinen verstorbenen Bruder, der mir ebenso so schmerzhaft fehlt…

Doch Erfahrungen, die mit Leid einhergehen, führen einen auf den Weg der Weisheit… Deshalb danke ich dir dafür, Sergei.

Zudem erfuhr ich die weitere Erkenntnis, dass ich nicht alles und schon gar nicht das Leben meiner Freunde oder anderer Wesen aufs Spiel setzen darf, nur weil ich nicht Loslassen kann… oder will. Mein rücksichtsloses und selbstsüchtiges Verhalten, welches aus meiner tiefen Trauer resultierte, hat uns schlussendlich alle in große Gefahr gebracht!

Vermutlich bin ich hier unten im Underdark ein Stück erwachsener geworden… Aus diesem Grund ist es nun für mich an der Zeit, nach vorne zu sehen. Und auch wenn ich nun weiterziehen muss, werde ich dich niemals vergessen und du wirst immer in meinem Herzen bleiben.

In Liebe

Deine Rosalie
darling, I'm a nightmare dressed like a daydream
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Re: Die gefallenen Helden

#4

Beitrag von Robert » 2. Januar 2022 00:47

Shaw Romeo, ein ängstlicher Mensch, simpel. Er sah aus wie fast jeder Mensch den man auf der Straße begegnet. 08/15 sozusagen.
Khairon blick auf vom langsam zufrierenden Leichentuch. Der Himmel zieht zu und breitet ein frostiges Leichentuch aus über den toten Leib es Sternenmanns. fast schon wie in einem Märchen?
Das erinnert ihn an den Abschiedsbrief den Shaw Romeo hinterlassen hat für seine Familie. Dramatisch formuliert, er wollte sich von seiner Schwester verabschieden.
Khairon erinnert sich an Musikstücke in Baldurs Tor. Ein passendes Ende für einen Mann der nach Romeo benannt ist. Dramatisch. Er wurde von Pfeilen durchbohrt und Blumen sprossen hervor wo er fiel und aus ihm. Durchaus Bilderbuchgeschichte für Kinder.

Khairon schliesst die Augen von Shaw ein letztes Mal. Seine grünen Augen werden das Licht der Welt wohl nie wieder sehen. Eine weitere kerze ist aus. Doch ist diese erloschen in ihrem strahlendsten Moment.
Der ängstliche mann riskierte alles für uns. Er überwand seine Furcht. Er bewies wahren Mut.

Nun wird er heimgebracht zu seiner Familie. Eine Familie... die ihn verkaufte.
Möge sein Leben im Tod glücklicher sein als das diese.

Ratternd fährt der Karren mit dem frostigen Leib in Shaws Heimat im ländlichen Norden. Seine letzten Reisegefährten werden ihn zumindestens heimbringen. Ob das nun ein Trost ist für in... wer weiss?
Doch er wird darauf Acht geben, dass der Besitz an seine Ältere Schwester geht, die einzige mit der er sich verstand so weit Khairon denkt zu wissen...
Alles was wir bewerten geschieht aus einer Perspektive. Für die einen ist es ein Held, ein Ideal, für die anderen ein Mörder ihrer meist geliebten, der all ihre Hoffnungen zunichtemachte.
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